St. Antonius Schützenbruderschaft

Bettinghausen      

Viele Fragen zum tatsächlichen Alter

Das Jahr 1836 gilt als Gründungsdatum des organisierten Schützenwesens im Ahsedorf Bettinghausen. Auf dem Kapellenboden fand sich Anfang des vorigen Jahrhunderts eine alte Kiste mit einer alten Standarte und dem Bildnis der heiligen Agatha. „Junggesellen-Schützenverein 1836“ heißt es auf der Rückseite, auch heute noch lesbar.

Nun schlossen die Bettinghauser Schützen, dass ihre Vereinigung mindestens seit dieser Zeit existiert. Schriftliche Unterlagen waren nämlich beim Brand der Gastwirtschaft Vogt verloren gegangen.
Neue Dokumente tauchten bei der Vorbereitung der Schützenausstellung des Kreisschützenbundes auf. „Am 15ten und 16ten des Monats wird das Bettinghauser Schützenfest statt haben, wobei zugleich ein Scheibenschießen angeordnet ist. Der Herr Peter Borglar besorgt für dieses Jahr die Feier, und zur Erhöhung der Tanzfreuden sichert die herrliche Musik des Herrn Alexander aus Düsseldorf. Auch wird für Erfrischungen aller Art bestens gesorgt, so dass wir ein verehrliches Soester und auswärtiges Publikum einzuladen uns erlauben dürfen“, inserierte der „Schützen-Vorstand daselbst“ im Juni 1834 im Soester Wochenblatt.

Auch wenn sie nicht genau wissen, wann ihr Verein gegründet wurde: Die Antoniusschützen feiern jeweils am dritten Wochenende im Juli. Samstags wird das Festgeschehen mit einer Schützenmesse und dem Besuch der Jubelpaare eröffnet. Am Sonntag zeigt sich das Königspaar bei Festzug und Parade, Zapfenstreich und Abendgebet, am Montag wird nach dem Schützenfrühstück der neue König ermittelt. Doch nicht nur das Schützenfest steht bei den Schützen im Mittelpunkt, die Bruderschaft beteiligt sich an allen wichtigen Dingen des Dorflebens, ist Impulsgeber bei Aktionen und setzt sich immer dann und dort ein, wo Hilfe notwendig ist.